Das Chaoswochenende…

… mit Martin Kümmerling und Robert Kempe.

Woche Nummer 5 ist vorbei, Nadine und ich bekamen -mal wieder- Besuch. Gleichgesinnte aus dem Klassenverband.
Freitag Morgen kamen die Herrschaften im wundervollen Wien an. Eigentliche Planung war gewesen, die beiden ruhen sich von der weiten Fahrt erst einmal aus, gehen sich dann ein wenig die Stadt angucken und holen uns dann von der Arbeit ab. Da hätte sich dann gleich die Gelegenheit geboten, unsere Bibliotheken zu besichtigen… Aber was soll man sagen. Martin und Robert haben natürlich verschlafen…
Freitagabend gings dann nur noch nach Grinzing. Nach zwei Flaschen Wein gabs dann einen Yammi-lecker-schlecker Pfirsich-Schnaps mit Blütenhonig. Und einen fröhlich-taumlichen Weg nach hause… inklusive Kettenkarussel-Kopf.

Samstag: Ab in die Stadt. Hofburg, Peterskirche, Stephansdom, Pestsäule, Graben. Schnelldurchlauf für die Jungs. Die haben noch flink Ansichtskarten gekauft und geschrieben… Nadine und ich sind dann mal eben zwanzig Minuten im H&M verschwunden. Muss ja auch mal sein. Und abends dann noch ab zum Würstl-Prater. Nachdem Robert und ich dann nicht mehr wussten wo hinten und vorne ist aufgrund von Extasy [Anm. d. Red.: So heißt ein Karussell auf dem Prater) war es wieder Zeit zu singen: "Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Heute ist nicht alletage, wir kommen wieder, keine Frage!"

Sonntag war dann Prachtwetter. Was uns Vier in den Stadtpark lockte - und ich verdanke diesem Tag meinen ersten Sonnenbrand im Jahre 2008. Hallejula, preiset das Ozonloch, dass uns schon im Frühjahr mit UV-Strahlen á la 10 Stunden Solarium beschert. Amen.
Abends dann ab zum Schnitzelprinzen - Abschiedsessen. Und dann hieß es natürlich: Abschied.

Bye Bye Robert... Bye Bye Martin.

Hier was zum gucken:

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Boah, der Zug hat ja auch ein Rückwärtsgang!!!

…aber der Vorwärtsgang wär mir lieber…

“Nee, was, schon wieder??” frag mich meine Lehrerin. Ihr Blick sagt alles, die Frau glaubt mir kein Ton. Selbst diese dämliche Entschuldigung von Deutschen Bahn, wo in großen leserlichen Druckbuchstaben steht: “Zug verspätete sich um 20 Minuten aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf.”, bringt mich nicht weiter. Die missmutigen und zweifelnden Blicke der Lehrer bin ich schon gewohnt. Ist ja auch klar: die setzten sich morgens schön in ihre warme Kutsche und können loskurven, während wir führerscheinlosen Untervolk der Schule auf Bus und Bahn angewiesen sind. Alles klar, denk ich mir, setzt mich an meinen Platz und muss wohl oder übel die nächste unentschuldigte Verspätung auf dem Zeugnis hinnehmen. Gelangweilt verfolge ich mehr oder minder den Unterricht, denn meine Gedanken schweifen schon zum morgigen Tag ab: Garantiert gibt’s dann mal wieder den ein oder anderen Oberleitungsschaden, eine Weichenstörung oder eben die altbekannte Verzögerung im Betriebsablauf. Noch während ich damit beschäftigt bin, die Wahrscheinlichkeit auszurechnen was es morgen dann sein wird, klingelt es. Alle anderen stürmen gehetzt aus dem Raum. Ich hingegen packe in aller Ruhe meine Sachen und erinnere mich an den gestrigen Morgen: da ist der Lokführer doch glatt mal an meinen heimatlichen Bahnhöfchen vorbeigedüst ohne mit der Wimper zu zucken. Mir hingegen fiel die Kinnlade runter, so weit es mein dick um den Hals und Mund gewickelter Schal zuließ. Noch am Überlegen, was ich nun mache (denken am frühen Morgen ist immer schwer, solange Gehirn und Körper noch auf Stand-Byte Modus gestellt sind) fährt der Zug wieder rückwärts in den Bahnhof ein. Mit großen Kulleraugen steige ich ein, denn selbst diese Situation war komplett neu für mich. Zugausfälle zwecks Polizeikontrolle, Schießerei, Schlaganfall und Suizid hatte ich alles schon erlebt. Auch versehentliches Betätigen der Notbremse (da frag ich mich welcher Idiot zieht aus Versehen die Notbremse?!) oder Fliegen auf der Heckscheibe der Lok (kann man da nicht vorbeigucken?! Oder sind das Elefantenfliegen, die dann die ganze Scheibe ausfüllen?!) haben schon dazu geführt, dass meine Lehrer halbe Wutausbrüche bekommen und mit hochroten Gesichtern, Schweiß auf der Stirn und irgendwie sehr planlos den Unterricht weiterführen.
Morgens geh ich eh immer erst 10 Minuten nach dem planmäßigen Eintreffen des Zuges los – warum auch so lange in der Kälte stehen? Während man dann gemütlich inklusive Eiszapfen an der Nase auf die Bahn wartet, liest man noch schnell sein 500 Seiten dickes Buch durch, dass man ja schon immer mal lesen wollte. Danach noch eine Viertelstunde Musikhören, und wenn man dann Glück hat, kommt auch schon der Zug eingefahren. Das nächste mal laufe ich die 60 Kilometer zur Schule. Da bin ich mit Sicherheit schneller, als auf die Bahn zu warten, es ist wesentlich billiger (immerhin 75€ pro Monat drückt man für so eine Monatskarte nach Berlin ab) und zuverlässiger.
DB – mach weiter so… dann machst bestimmt bald riesen Spaß, mit leeren Wagons durch die Gegen zu juckeln…

jaaa…die Deutsche Bahn kann nicht immer was dafür…aber ich steh ja auch nicht da und klau ne Oberleitung…

Anm.: geschrieben am 21.1.2007

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erste Lebenszeichen…

…aus dem schönen Wien. Mit den komischen Wienern.

1. Die Ampeln beginnen in der Grünphase irgendwann zu blinken an - das signalisiert, dass gleich die Gelbphase kommt. Man hat mir gesagt, dass ist so weil die Wiener langsam schalten…
2. Ein J ist kein J sondern ein Je.
3. Die Arbeitsmoral: locker. Angenehm. Freundschaftlich. Frei nach dem Motto: “was heut eben nich ist, versuchen wir eben morgen…” Betonung auf -versuchen-.
4. Wien ist eine der sichersten Großstädte Europas. Überall Videokameras. Und an U- und S-Bahnstationen kann man dem Überwachsungspersonal auf die Bildschirme glotzen… ich winke immer in die Kameras. Dann freuen die sich auch mal.
5. Großstadt *hüstl*. Nimmste eine U-Bahn, fährst von einem Ende der Stadt zum anderen, dauert ne Dreiviertelstunde. Großstadt - alles klar.
6. S-Bahn ist nicht gleich S-Bahn. Es gibt Regio-S-Bahnen und S-Bahnen… Unterschied: eine ist rot, die andere weiß. AHA!
6. Die Fahrscheinkontrollen sind lustig: denn, du darfst den Bahnsteig nicht ohne gültigen Fahrausweis betreten. Da gibts sone Absperrung. Und wenn sie kontrollieren, stehen sie an der Absperrung. Sehr lustig, wenn Berufsverkehr ist: dann stehen da 6 Leute und versuchen 100 aufzuhalten, um zu kontrollieren…klappt aber nich so ganz. Warum nur?
7. Man darf den Türaufknopf bei Bim und U-Bahn schon drücken, bevor der Wagen hält - wenn er dann steht, gehn die Türn selbstständig auf! WOW!!!
8. Die Wiener und ihr Totenkult… Wahnsinn.
9. Es gibt hier keine “normale” Milch. Man hat die Wahl zwischen 0,5% Fett Milch, also das Wassergeplärre, oder du kaufst 3,5% Fett Milch. 1,5% gibt es hier kaum - und wenn, dann stehen da nur 7 Päckchen und sind mindestens 10 Cent teurer als die anderen.

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Post ist immer Willkommen…

In den zwei Monaten ( 21.3.08 - 18.5.08 ) würde ich mich sehr über Lebenszeichen jeglicher Art freuen.

Ganz einfach schreiben an:

Carina Büttner
Apartment Top 33
Nattergasse 6
1170 Wien
Österreich

Ansonsten bin ich auch per Mail, SMS, Telefon oder ähnliches erreichbar…

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Die Sonne scheint. Auch wenn für dich nur Regen fällt.

Hallo, Moinsen, Servus und Grüß Gott.

Es nieselt und tröpfelt jenseits des Fensters, die Welt wirkt trostlos und verlassen. Hetzende Menschen, ein Chaos aus Schirmen. Und ich stand mittendrin. Den Kopf erhoben, gen Himmel gerichtet, ohne Schirm und ohne Frust. Warmer Regen perlt über mein Gesicht, die Natur beweist einmal mehr ihre atemberaubende Schönheit. Wenn man sich denn nur darauf einlässt.
Würde ein einziger von diesen gestressten, eilenden, keine-Zeit-habenden Menschen für eine lächerliche Sekunde stehen bleiben, würde auch er erkennen: die Sonne scheint, auch wenn Regen fällt.

Willkommen zu meinem Blog.
Eure Carina

P.S.: Und denkt immer daran: Alles Negative hat irgendwo auch etwas Positives. 
Und andersherum. Hättest du den Fehler heute nicht gemacht, dann sicher ein anderes mal.

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